Auszeichnungen Österreichischer Staatspreis Holzbau 2026
Der Österreichische Staatspreis Holzbau würdigt Bauwerke, die architektonische Qualität und anspruchsvolle Planung mit einem nachhaltigen und innovativen Einsatz des Baustoffs Holz verbinden. Die prämierten Projekte zeigen den vorbildhaften Einsatz modernes Holzbau, von kreativen Lösungen von Bestandbauten bis hin zu kommunalen Großprojekten.
Unter den prämierten Projekten gingen mehrere Auszeichnungen an Mitglieder der Kammer der Ziviltechniker: innen für Tirol und Vorarlberg.
Hauptpreise 2026
HTL Bau und Design
Mit der Aufstockung der HTL Bau & Design Innsbruck, geplant von ao-architekten aus Innsbruck, entstand auf einem Bestandsgebäude aus den 1970er-Jahren zusätzlicher Raum für Unterricht und offenes Lernen. Der eingeschossige Holzhybridbau nutzt die Vorteile des Baustoffs Holz – von der leichten Konstruktion bis zur kurzen Bauzeit – und schafft helle, flexibel nutzbare Lernräume mit hoher Aufenthaltsqualität.
Die Jury über das Projekt:
Die HTL für Bau und Design in Innsbruck ist eine konstruktiv, räumlich und funktional überzeugende Antwort auf eine relevante Fragestellung unserer Zeit: Wie können bestehende Bauten aufgestockt und aufgewertet werden?
Rathaus Hohenems
Das neue Rathaus in Hohenems, geplant von der Berktold Weber Architekten ZT GmbH aus Dornbirn, setzt ein starkes Zeichen für den modernen Holzbau. Die sichtbare Konstruktion aus regionalem Fichtenholz prägt die Atmosphäre der Innenräume, während flexible Grundrisse und eine langlebige Bauweise eine langfristige Nutzung ermöglichen. Die Fassade aus Holzlamellen verleiht dem Gebäude ein unverwechselbares Erscheinungsbild und unterstreicht seine Offenheit gegenüber dem Stadtraum.
Die Jury über das Projekt:
Das neue Rathaus von Hohenems ist in mehrfacher Hinsicht ein Vorzeigeprojekt für den modernen Holzbau. Als Bauherrin bekennt sich die Kommune eindeutig zum Werkstoff Holz.
Der weitere Hauptpreis ging an die Firmenzentrale Windkraft Simonsfeld, geplant von jury troy architects aus Salzburg.
Anerkennungen
Neben den Hauptreisen wurden zwei Anerkennungen an ebenso beeindruckende Bauwerke ausgesprochen.
Schulen Hittisau
Der Schulcampus Hittisau, geplant von Architekt Matthias Bär ZT GmbH, verbindet Bestandssanierung und Neubau zu einem zukunftsweisenden Bildungsprojekt. Besonders hervorzuheben ist das Gemeinschaftshaus mit seiner großzügigen Aula und den darüber angeordneten Sport- und Mehrzweckhallen. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, welche Möglichkeiten moderne Holzbaukonstruktionen für flexible und effiziente Raumnutzung bieten.
Die Jury über das Projekt:
Die Schule in Hittisau erhält eine Anerkennung, weil ihr hölzernes Tragwerk wegweisend und innovativ ist. Dank eines weitspannenden Ingenieurtragwerks konnten zwei Turnhallen und eine Aula übereinander statt nebeneinander angeordnet werden.
Eine weitere Anerkennung erhielt LP architektur für das Ronald McDonald Kinderhaus in Salzburg.

