Neue Spitze der Kammer der Ziviltechniker:innen gewählt
Erstmals zwei Frauen als Führungsduo
„Die zentralen Fragen unserer Zeit brauchen die Kompetenz von Ziviltechniker:innen. Als unabhängige Expert:innen sind wir prädestiniert, Lösungen für gesellschaftlich relevante Aufgaben zu entwickeln und Verantwortung zu tragen. Die Verbindung von Architekt:innen und Ingenieur:innen innerhalb unseres Berufsstandes ermöglicht dabei eine ganzheitliche Betrachtung, die gerade bei den komplexen Fragen unserer Zeit entscheidend ist.“ erklärt die neue Präsidentin Regina Mayer. Mayer lebt in Tirol und ist Ingenieurkonsulentin für Kulturtechnik und Wasserwirtschaft sowie für Mountain Risk Engineering. Seit vielen Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich in der Kammer der Ziviltechniker:innen und kennt die Herausforderungen der Branche aus ihrer täglichen Praxis.
Unterstützt wird sie von der Vorarlberger Architektin Carmen Schrötter-Lenzi, die ebenfalls auf langjährige Erfahrung in der Kammerarbeit zurückblickt. „Die Stärke unseres Berufsstandes liegt in der Zusammenarbeit vieler Expert:innen – über Sektionen, Bundesländer und Fachgrenzen hinweg. Als Kammer werden wir uns dafür einsetzen, dass qualitätsvolle Planung auch in Zukunft die Grundlage für gute Entscheidungen bleibt. Dafür braucht es faire Wettbewerbe, verlässliche Rahmenbedingungen und attraktive Perspektiven für die nächste Generation von Architekt:innen und Ingenieur:innen.“ ergänzt Vizepräsidentin Carmen Schrötter-Lenzi.
Zwei Frauen an der Spitze einer nach wie vor überwiegend männlich geprägten Branche setzt dabei auch ein sichtbares Zeichen für den Wandel innerhalb des Berufsstandes.
Sektionen verstärken fachliche Schwerpunkte
Neben dem Präsidium verfügen die beiden Berufsgruppen innerhalb der Kammer über eigene gewählte Vertretungen. Den Vorsitz der Sektion Architekt:innen übernimmt Architekt Alexander Topf aus Innsbruck. Stellvertretend steht ihm Architektin Daniela Kröss aus Innsbruck zur Seite. Die Schwerpunkte liegen insbesondere in der Stärkung der Baukultur, der Förderung von Gestaltungsbeiräten sowie der Sicherung qualitätsvoller Architekturwettbewerbe und fairen Vergabeverfahren.
Die Sektion Zivilingenieur:innen wird künftig von Conrad Brinkmeier, Ingenieurkonsulent für Bauingenieurwesen aus Innsbruck, geleitet. Als Stellvertreter wurde Michael H. Gasser, Ingenieurkonsulent für Kulturtechnik und Wasserwirtschaft aus Bregenz gewählt. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Nachwuchsförderung, die Bewältigung des Fachkräftemangels sowie technische Ingenieurlösungen für den Schutz vor den Folgen des Klimawandels.
Kooperation als Schlüssel für zukunftsfähige Lösungen
Ziviltechniker:innen sind Garanten für eine nachhaltige Baukultur. Als staatlich befugte und beeidete Personen stehen sie für Unabhängigkeit, Rechtsicherheit und höchste fachliche Qualität. Sie begleiten öffentliche und private Auftraggeber:innen bei der Planung und Umsetzung von Bau- und Infrastrukturprojekten.
Gerade in Zeiten knapper Ressourcen, steigender Anforderungen an Nachhaltigkeit und zunehmender klimatischer Herausforderungen kommt ihrer unabhängigen Expertise besondere Bedeutung zu. „Als kleine Berufsgruppe können wir viel bewegen, wenn wir unsere Kompetenzen bündeln und Kooperationen innerhalb der Kammer sowie mit unseren Partner:innen außerhalb stärken. Unser Anspruch ist es, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die für die Menschen in Tirol und Vorarlberg langfristig Wirkung zeigen“, so Präsidentin Regina Mayer.
Die Kammer der Ziviltechniker:innen für Tirol und Vorarlberg bietet auf den Weg dorthin Beratung und Serviceleistungen an.
Rückfragen & Kontakt:
Kammer der Ziviltechniker:innen für Tirol und Vorarlberg
Hannah Rosenhammer (Öffentlichkeitsarbeit)
Telefon: 0512 588 335 18

