Ziviltechnikerinnentage 2026 Rückblick

Austausch und Sichtbarkeit der Leistungen von Frauen in technischen Berufen

Bei sommerlichen Temperaturen fanden vom 28. bis 30. Mai 2026 die Ziviltechnikerinnentage in Vorarlberg statt. Zahlreiche Ziviltechniker:innen aus ganz Österreich kamen zusammen, um sich fachlich auszutauschen, herausragende Projekte kennenzulernen und die Leistungen von Frauen im Berufsstand sichtbar zu machen. 

 

Auftakt mit Geschichte

Den Auftakt bildete am Donnerstag die Begrüßung durch Architektin Dipl.-Ing.in Ursula Homma, Ausschussvorsitzende der Ziviltechnikerinnen für Tirol und Vorarlberg. In ihren Eröffnungsworten betonte sie die Bedeutung der Ziviltechnikerinnentage als wichtige Plattform, um die Leistungen von Frauen im Berufsstand sichtbar zu machen, ihre Beiträge zu würdigen und den fachlichen sowie persönlichen Austausch unter Ziviltechnikerinnen zu fördern. 

Im Anschluss präsentierte Mag.a Dr.in Ingrid Holzschuh ihr Buch „Behördlich autorisiert. Staatlich beeidet. Im Nationalsozialismus verfolgt“ mit Schwerpunkt auf dem Kapitel “Ziviltechnikerinnen und deren erste Sichtbarmachung”. Die anschließende Diskussion bot Raum für Fragen und spannende Gespräche, bevor der Abend bei einem gemeinsamen Buffet und Getränken in entspannter Atmosphäre ausklang. 

 

Auf den Spuren herausragender Architektur

Am Freitag führte die Exkursion in die beeindruckende Architektur- und Kulturlandschaft des Bregenzerwaldes. Während der Fahrt vermittelte Architektin Dipl.-Ing.in Sabine Felder, stellvertretende Ausschussvorsitzende, interessante Einblicke in die Vorarlberger Baukultur und deren besondere Stellung im österreichischen Architekturgeschehen. In Schwarzenberg stellte Architektin Dipl.-Ing.in Anja Innauer ihr Projekt „Badehaus Hotel Hirschen" vor. Die Teilnehmer:innen erhielten die Möglichkeit, das Gebäude ausführlich zu besichtigen und mehr über die architektonischen und konstruktiven Besonderheiten zu erfahren. 

Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Frauenmuseums in Hittisau, das nicht nur durch seine Ausstellungen, sondern auch durch seine charakteristische Holzbauweise beeindruckt. Dort präsentierte Architektin Dipl.-Ing.in Dr.in techn. Judith Eiblmayr ihr Buch „Elizabeth Scheu Close – Amerikanische Architektin mit Wiener Wurzeln“. Anschließend führte Mag.a Stefania Pitscheider durch die aktuelle Ausstellung „Frieden tun“.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause ging es weiter nach Hohenems. Auf dem Programm stand die Besichtigung des Rathauses mit Arch.in Dipl.-Ing.in Helena Weber von Berktold Weber Architekten und Dipl.-Ing. Bernd Federspiel, Stadtplanung Hohenems. Die anschließende Stadtführung mit Arch.in Dipl.-Ing.in Beate Nadler-Kopf vermittelte aktuelle Einblicke in die Stadtentwicklung und städtebauliche Projekte. Der abwechslungsreiche und inputreiche Tag fand seinen gemütlichen Abschluss bei einem gemeinsamen Abendessen im Wirtshaus am Bodensee.

 

Stimmungsvoller Ausklang

Am letzten Tag der Ziviltechnikerinnentage führte Dipl.-Ing.in Mag.a Barbara Keiler vom Bundesdenkmalamt, Landeskonservatorat für Vorarlberg, durch die denkmalgeschützte Altstadt von Feldkirch. Die Teilnehmer erhielten spannende Einblicke in die Geschichte und den Erhalt des historischen Stadtbildes. Den stimmungsvollen Ausklang der Veranstaltung bildete ein gemeinsames Beisammensein im Café Feuerstein.

Die Ziviltechnikerinnentage 2026 boten vielfältige Einblicke in Architektur, Kultur und Geschichte und schufen zugleich wertvolle Gelegenheiten zur Vernetzung. Sie setzten damit ein starkes Zeichen für die Sichtbarkeit und Anerkennung der Leistungen von Frauen im Berufsstand. 

 

Mehr über Leistungen, Projekte und Intiativen der Ziviltechnikerinnen finden Sie auf unter Frauen in der Technik  oder auf der Website des Bundeskammerausschuss der Ziviltechnikerinnen.