Energie Zukunft Tirol – Klug bauen gegen die Hitze

Tirol spürt die Auswirkungen der Klimaerwärmung heute deutlicher denn je: Steigende Temperaturen bringen mehr Hitzetage, intensivere Extremwetterereignisse und steigende Belastungen für die Gesundheit. Besonders das Inntal wird in den kommenden Jahren zu den Hitze-Hotspots des Landes zählen. Damit wächst der Druck auf Planer*innen, auch im Sommer komfortable Innenräume sicherzustellen.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die integrale Planung, die Innen- und Außenraum als zusammenhängendes System begreift. Erst das abgestimmte Zusammenspiel von äußeren und inneren Faktoren – wie geeignete Fensterflächen, wirksamer Sonnenschutz, ausreichende Speichermasse, gezielte Nachtauskühlung und intelligente Gebäudetechnik – schafft Gebäude, die selbst an heißen Tagen ein angenehmes Raumklima bieten. Das Ziel ist klar: sommerlicher Komfort ohne den Einsatz aktiver Kühlung.

Programm

  • Begrüßung und Einleitung
  • Protect and Adapt – Lösungen für sommertaugliche Gebäude
    Wie lassen sich ganzheitliche Lösungen für klimagerechte Gebäude gestalten? Anhand realisierter Projekte wird gezeigt, wie durch vorausschauende, klimaadaptive Planung eine hohe Aufenthaltsqualität in Innenräumen auch im Sommer erreicht werden kann. 
    – Daniel Kiehlmann, Partner bei Transsolar Energietechnik GmbH, München
  • Beispiel Tiroler Fachberufsschule für Fotografie, Optik und Hörakustik (Architekten Mayrhofer Sommer Flamm)
    Im Zuge der Sanierung und Erweiterung des Schulbaus in Hall in Tirol entwickelten die Architekten gemeinsam mit Transsolar ein robustes, weitgehend passives Raumklimakonzept mit dem Anspruch, dass thermischer Komfort ohne aktive Kühlung und beste Luftqualität ohne Lüftungsanlage gewährleistet wird. Das Schulgebäude weist zudem eine deutlich positive Jahresgesamtenergiebilanz auf, und kompensiert innerhalb weniger Betriebsjahre die grauen Emissionen seiner Errichtung.
    – Architekt DI Volker Flamm, MArch Innsbruck
  • Herausforderungen im Bestand
    Überhitzte Klassenräume sind längst kein Randthema mehr, auch in Tiroler Schulen. Im Rahmen des EU-Projekts Mount Resilience untersuchte die Energieagentur Tirol am Beispiel einer Mittelschule aus den 1970ern mithilfe einer thermodynamischen Gebäudesimulation, wie sich die Behaglichkeit im Sommer mit einfachen Maßnahmen spürbar verbessern lässt. Doch wie übertragbar sind diese Lösungen?
    – DI Florian Kathrein, Energieagentur Tirol
  • GeiWi-Vorplatz: Experimentierfeld für klimaangepasste Außenräume
    Ein guter Außenkomfort ist essenziell für lebenswerte Städte und zunehmend auch Dörfer. Grüne Infrastruktur und andere Verschattungselemente haben das Potenzial, das Mikroklima zu verbessern und auch den Kühlbedarf von Gebäuden zu senken. Im bereits zweiten Jahr beschäftigen sich Studierende am Institut für experimentelle Architektur der Uni Innsbruck mit dem Thema klimaangepasster Architektur. Der GeiWI-Vorplatz dient dabei als Experimentierfeld.
    – Daniel Kiehlmann, Partner Transsolar Energietechnik GmbH, München und DI Volker Flamm MArch, Institut für experimentelle Architektur/Hochbau
    Bei gutem Wetter besichtigen wir die aktuellen Interventionen am GeiWi-Vorplatz.
  • Gemeinsamer Ausklang mit der Möglichkeit zur Vernetzung
     

Anmeldung

Datum

von —

Veranstaltungsort

Die Bäckerei - Kulturbackstube
Dreiheiligenstraße 21a
6020 Innsbruck

Veranstalter:in

Energieagentur Tirol

Bürgerstraße 1-3
6020 Innsbruck
+43 512 250015
office@energieagentur.tirol

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